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Wasserturmfrühstück mit Ernst-Dieter Rossmann und Karin Thissen

Veröffentlicht am 21.03.2017, 14:15 Uhr     Druckversion

Ernst-Dieter Rossmann hatte zum Wasserturmfrühstück geladen und als Referentin Karin Thissen, Tierärztin und Bundestagsabgeordnete aus Itzehoe, eingeladen. Er erläuterte in gemütlicher Runde das Konzept dieser Form der Wahlkreisarbeit und eröffnete die Möglichkeit zur Diskussion und zu Fragen nach dem Vortrag.

Karin Thissen stellte das Agrarnetzwerk der SPD vor. Dies ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Agrarexperten aus der SPD. Die Gruppe hat zurzeit 45 Mitglieder, die sachorientiert, wissensbasiert und ideologiefrei SPD-Positionen zur Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion diskutieren und formulieren. 

Im Vordergrund steht eine Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, die Wirtschaftlichkeit, Ressourceneffizienz sowie ökologische, soziale und ethische Aspekte berücksichtigt. Bei dem Wasserturmfrühstück ging es konkret um die wissenschaftlich fundierte Zielformulierung  beim Tiertransport, um gerechte Subventionszuweisungen für die Landwirtschaft, die sich  nicht nur an der Flächengröße orientieren sollen, um eine Plakataktion der Bundesumweltministerin, die durch aufgeregte Proteste erst Aufmerksamkeit erregt hat und um das durch Werbung  und Kinderbücher verklärte Bild der Landwirtschaft. Karin Thissen stellte heraus, dass die Lebensmittelpreise seit den 50er Jahren (inflationsbereinigt) immer weiter gesunken sind und dass es noch Handlungsbedarf bei der Lebensmittelkennzeichnung gibt. Es ginge darum, den ländlichen Raum nicht nur aus der Sicht der produzierenden Landwirte zu sehen, sondern ihn auch als Lebensraum für alle Landbewohner zu begreifen. Verbesserungen im ländlichen Raum sind auch Verbesserungen für die Landwirte.

Nach dem Vortrag moderierte Ernst-Dieter Rossmann in gewohnt souveräner Art die Fragerunde, die er damit einleitete, ob der von Karin Thissen geforderten Ideologiefreiheit des Agrarnetzwerkes der SPD denn klare Wertvorstellungen gegenüberstünden. Darauf gab es den klaren Hinweis, dass die Landwirtschaftspolitik der SPD sich an den Punkten Tierwohl, Umwelt, Verbraucherschutz und Lebensqualität im ländlichen Raum orientiert.  

Eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass Verbraucherinteressen einer wirtschaftlich und ökologisch erfolgreichen Landwirtschaft nicht entgegenstehen müssen. Paradebeispiel hierfür ist die einfach nachzuvollziehende Herkunftsbezeichnung für Eier. Seit auf den Verpackungen steht, wie die Hühner gehalten werden, sind die Käfigeier aus dem Handel verschwunden.

(Bildquelle: SoziFotoSH.Rudolf.Riep)

Homepage: Karin Thissen, MdB