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Gespräch mit Ernst Dieter Grossmann MDB mit dem Dithmarscher Landrat Klimant

Veröffentlicht am 13.01.2018, 16:32 Uhr     Druckversion

„Auch der flächendeckende Breitbandausbau und die Bereitstellung von Wohnraum für unsere Lehrlinge sind Aufgaben der Daseinsvorsorge“

 

. Rossmann der Abgeordneter im Kreis Pinneberg ist, betreut nach vier Jahren erneut den Kreis Dithmarschen, nachdem Matthias Ilgen und Karin Thissen im September 2017 nicht erneut in den Bundestag gewählt wurden.

Im Arbeitsgespräch mit dem Landrat Jörn Klima, an dem auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Angelika Hansen, teilnahm, ging es dabei vorrangig um Fragen der Kommunalfinanzierung, der Wirtschaftsentwicklung, aber auch um die Infrastruktur wie medizinische Versorgung, Internet und Verkehr. Landrat Klimant machte sich hier noch einmal für den Erhalt der Giselauschleuse bei Oldenbüttel stark. Die Schleuse ist die einzige Verbindung zwischen der Eider – Treene – Sorge und des Nord – Ostsee – Kanals und damit vor allem für Segler, Motorboote und Ausflugsschiffe wichtig. „Trotz der Tatsache, dass es sich um eine Bundeswasserstraße handelt, erachtet das Bundesverkehrsministerium die Förderung der Schleuse als wenig relevant. „Die betroffenen Kreise, Flensburg/Schleswig, Rendsburg/Eckernförde und Dithmarschen können es aber nicht allein finanzieren“, so Klimant.

„Ich werde in dieser Sache  Sönke Rix kontaktieren, der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Rendsburg/Eckernförde ist und gemeinsam werden wir nach einer Lösung suchen“, so Rossmann, der bisher vor allen Dingen die landesweit relevanten Verkehrsprojekte in Dithmarschen wie A 20, B5 – Ausbau,  Nord – Ostsee – Kanal und die Schienenanbindung im Auge hatte.

Ein großes Anliegen im Kreis ist auch die Unterstützung der beruflichen Bildung. Rossmann: „Eine gute Berufsausbildung vor Ort ist der beste Garant für eine gute Fachkraftentwicklung.“ Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion begrüßt hier nachdrücklich die Initiative im Kreis für ein neues Wohnheim im Berufsbildungszentrum in Meldorf. „Uns gehört das Wohnheim somit liegen die Belegungsrechte bei uns. Wir überlegen nun neue Wege zu gehen“, erklärte Klimant. Die Überlegung des Kreises ist eine Mehrfachnutzung und Zimmer sowohl an Lehrlinge, wie auch an Studierende der FH Westküste zu vergeben.

Ein weiteres Kreisprojekt ist die flächendeckende Breitbandversorgung. „Wir machen das lieber selber in öffentlicher Hand, als dass wir uns von Firmen vor den Karren sparen lassen. Unser Ziel ist bis 2022 eine Breitbandversorgung von   95-98 % im Kreis“, erläutert der Landrat.

Eine Herausforderung, die sich nicht so leicht ändern lässt, ist die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Die Anzahl von Arztpraxen in der Peripherie ist häufig gering. Die Bürde einer eigenen Praxis ist meist zu groß. „Eine Lösungssidee ist das Errichten von medizinischen Versorgungszentren, wie wir es in Büsum haben“, so Angelika Hansen, der viel an dem Thema liegt. Ärzte und die Mitarbeiter in Praxen sind bei einer 100-prozentigen Tochter der Gemeinde angestellt. Man muss Anreize schaffen, dass vor allem junge Mediziner aufs Land kommen, wie zum Beispiel durch Bereitstellung des Wohnraums und einer Festanstellung. Außerdem muss der schnell und effizient der Austausch mit den Kliniken gesichert sein,.“ so Hansen. Weitere neue Perspektiven für eine qualitativ hochwertige Versorgung auch im ländlichen Raum sieht Rossmann zusätzlich in der Telemedizin im Zuge der Digitalisierung. Rossmann: „Das haben wir auch in der Forschungsförderung voll auf dem Schirm, denn hier darf es keinen Leistungsabfall zwischen den Metropolen und dem ländlichen Raum geben“. Die Gesprächsrunde vereinbarte, auch gemeinsame Gespräche zu suchen auch wenn dann ein neuer Landrat der Gesprächspartner ist. Rossmann und Landrat Klimant die sich seit über 25 Jahren aus der politischen Arbeit kennen, wollen den Kontakt jedenfalls weiter pflegen.

Homepage: SPD-Dithmarschen


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