Wirtschafts- und Planungsausschuss

Bericht vom 10.03.2014

Das entscheidende Thema dieser Sitzung war der Bericht über die Aufstellung eines Nahverkehrsplanes für Dithmarschen. Die Verkehrsplaner brachten für die Auschussmitglieder gleich zu Beginn die überraschende Erkenntnis mit,

dass Dithmarschen auch bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs  das Schlusslicht in Schleswig-Holstein bildet. Außerhalb der Schülerbeförderung nutzen ca 90 % der Dithmarscher das ÖPNV-Angebot selten oder nie. Wenn man den gesamten Personenverkehr in Dithmarschen betrachtet, dann hat der ÖPNV einen Anteil von weniger als 3% der Beförderungsleistung. Das ha die verschiedensten Ursachen: Beförderungshäufigkeit, Betriebszeiten, Angebote in Ferienzeiten, aber auch mangelhafte Barrierefreiheit – also Absenkung der Busse oder Fahrgastinformationen  sind  Probleme, die gelöst werden müssen. Daneben stellt die Internetseite von Dithmarschenbus geradezu eine Abschreckung dar.

Also hie gibt es viel zu tun und wenn der Nahverkehrsplan vom Kreistag beschlossen worden ist, dann geht es an die Feinplanung und vielleicht könne dann noch mehr mit die öffentlichen Angebote nutzen. So auch die Mitglieder des Planungsausschusses, die wohl alle mit dem eigenen PKW angereist waren, weil eben nach der Sitzung kein Bus oder keine Bahn mehr in Dorf fährt.

Anmerkung: In den nächste Wochen werden die sogenannten Träger öffentlicher Belange befragt, alle Bürger haben hier die Möglichkeit über ihre Kreistagsabgeordneten Einfluss zu nehmen. Sie sollten es nutzen.

Angesichts der demografischen Entwicklung gerade auch auf dem Land wird es in Zukunft immer wichtiger werden, wenn besonders ältere BügerInnen Arzt, Apotheke, aber auch Cafe oder Theater besuchen können. Und nicht alle können sich jederzeit eine Taxe leisten.

 

Daneben beschäftigte sich der Ausschuss mit den Intergrierten  Territorialen Investitionen (ITI) Westküste.

Die EU Brüssel hat ihren Förderschwerpunkt in die völlig unterentwickelten Ostgebiete der EU gelegt. Daneben aber auch nicht die Schwierigkeiten an der Westküste vergessen. Zu diesem Zweck wurde ein Programm für die Entwicklung in Schleswig-Holstein aufgelegt. Ca 217 Millionen stehen in den Jahren 2014 bis 2020 zu Verfügung. Für die besonderen Belange der Nordseeküste werden für die Tourismus-und Energiekompetenzregion Westküste schon vorab 30 Millionen vorgesehen. Die Landesregierung hat mit der besonderen Berücksichtigung der Westküste Wort gehalten.

Allerdings, besondere Feinheiten sollten berücksichtigt werden. Insbesondere die soll die mögliche Kofinanzierung der Projekträger nicht zu hoch angesetzt werden, denn gerade hier ist das Geld besonders knapp. Deshalb sollen auch Privatmittel bei der Kofinanzierung zugelassen werden.

Insgesamt gesehen werden jedoch die Leitthemen „ressourcenschonender Tourismus“ , „Energiekompetenzregion Westküste“ im Vordergrund stehen. Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und los.

Der Einsatz der Sozialdemokraten für die Westküste hat sich gelohnt, es geht voran und das Jammern und Hadern gerade von CDU und FDP – soweit noch vorhanden-  hat ein unrühmliches Ende gefunden.

Und so muss auch gerade für unsere Region klar sein, die EU unterstützt positive Entwicklungen und untergeordnete Organisationen wie die  akademischen Europagegner  schaden mehr als sie vielleicht anregen.

Aus dem Ausschuss wird weiter berichtet.

 
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