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Veröffentlicht am 12.03.2010, 11:51 Uhr     Druckversion
"Handelsverbot hilft Rotem Thunfisch!"

EU-Mitgliedsstaaten wollen Handel mit bedrohtem Thunfisch stoppen
Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust begrüßt den Beschluss der EU-Regierungen, sich auf der am Wochenende beginnenden Artenschutzkonferenz CITES in Doha für ein weltweites Handelsverbot für roten Thunfisch einzusetzen.

Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust begrüßt den Beschluss der EU-Regierungen, sich auf der am Wochenende beginnenden Artenschutzkonferenz CITES in Doha für ein weltweites Handelsverbot für roten Thunfisch einzusetzen. „Ich bin sehr erfreut, dass die EU mit einer Stimme sprechen wird. Das bedeutet eine reelle Chance auf ein Handelsverbot“, kommentierte die fischereipolitische Sprecherin der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament die Entscheidung.

Experten fordern seit langem ein Handelsverbot des vom Aussterben bedrohten Roten Thunfisches. In der Vergangenheit sind zahlreiche Versuche, der Überfischung durch Quotenregelungen beizukommen, gescheitert, da die illegale Jagd auf den lukrativen roten Thunfisch nicht eingedämmt werden konnte. Ein Handelsverbot dürfte die illegale Fischerei deutlich unattraktiver machen und zum Schutz der Art beitragen. In der EU fischen hauptsächlich Frankreich, Spanien und Italien im Mittelmeer nach dem besonders in Japan begehrten Sushi-Fisch. Trotzdem konnten die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament erreichen, dass der Rote Thunfisch in Anhang I des CITES-Abkommens aufgenommen wird und damit in Zukunft ein internationales Handelsverbot gilt.

„Jetzt müssen die Regierungen der Mitgliedstaaten den Ball aufnehmen und das Handelsverbot auf der CITES-Konferenz durchsetzen“, fordert Rodust, die jedoch warnt: „Noch ist nichts entschieden. In Doha muss eine Zweidrittel-Mehrheit her. Ich baue auf den weltweiten öffentlichen Druck, der wankelmütige Regierungen nicht unbeeindruckt lassen wird!“

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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